Alternative Krebsbehandlung – Interview mit Klaus Pertl

Die Geschichte des 3E-Gesundheitszentrums in Remshalden-Buoch geht zurück auf ein Ereignis, das die Initiatoren Klaus Pertl und Lothar Hirneise persönlich betraf. Ein guter Freund war an Krebs erkrankt und mit konventionellen „Heil“-Methoden (Operation, Chemo und Bestrahlung) therapiert worden. Obwohl er danach als geheilt galt, kam die Krankheit nach einigen Jahren zurück – und der Freund starb. Angesichts dieser Erfahrung haben sich die 3E-Begründer entschlossen, in Sachen Krebs ganz neue Wege zu gehen …

Lieber Herr Pertl, eine Krebsdiagnose ist für die meisten Menschen eine existentielle Katastrophe. Wie würden Sie die Volkskrankheit Nr. 1 beschreiben? Was ist Krebs?

Klaus Pertl:
Ich betrachte Krebs aus einer eher ganzheitlichen Sicht, und dann ist Krebs die Konsequenz eines Lebensstils, der den Körper mehr Energie kostet, als der einnimmt. Ein Lebensstil, zu dem Körper, Geist und Seele NEIN sagen. Anders ausgedrückt: Krebs ist für mich ein Stopp-Schild, das uns auffordert, das Leben 1, in das über die Jahre hinweg Krebs gekommen ist, zu stoppen und den Sprung in Leben 2 zu machen, in dem Krebs keinen Platz mehr hat.

Krebs ist vor allem ein Energieproblem. Wenn der Körper mehr Energie verbraucht, als er einnimmt, dann kommt der Körper irgendwann in den „Minus-Bereich“. Deshalb gilt es auch, diese Energie-Räuber zu erkennen und zu stoppen und gleichzeitig dafür zu sorgen, daß Körper und Geist wieder mehr Energie erhalten.

Ihr Freund und Kollege Lothar Hirneise hat das vielbeachtete Buch geschrieben: „Chemotherapie heilt Krebs, und die Erde ist eine Scheibe“. Warum glaubt die medizinische Welt noch immer an das Allheilmittel „Chemo“ und hält am zweidimensionalen Denken fest?

Klaus Pertl:
Zum einen, weil immer noch fälschlicherweise davon ausgegangen wird, daß Krebs etwas Böses (Entartetes) ist und deshalb mit Gewalt und Giften zerstört werden muß. Zum anderen auch, weil so ein aggressives Gift wie Chemotherapie anfänglich in der Lage ist, das „Symptom Tumor“ zu zerstören.

Dies gibt den Menschen das Gefühl, daß sie den Krebs besiegt haben, was natürlich in den meisten Fällen nicht stimmt. Nur wenigen ist klar, daß Krebs und Tumore nicht das Gleiche sind. Krebs ist für uns ein natürlicher und daher anfänglich auch sehr sinnvoller Regulierungsmechanismus, für den es klare Ursachen gibt, und der Tumor ist das Symptom dieser Regulierung. Hätte die Beseitigung von Symptomen funktioniert, dann dürfte es keine Rezidive oder Metastasen mehr geben. Wenn die Ursachen für die Krebserkrankung nicht geklärt und auch nicht gestoppt werden, dann ist die Zerstörung der Symptome immer nur eine kurzfristige Lösung.

Ich kenne selbst mehrere Personen, denen es ähnlich erging wie Ihrem – in der Einleitung erwähnten – Freund. Sie haben nach der Diagnose Krebs einen kraftraubenden und von Chemotherapien geprägten Behandlungsprozeß durchlaufen. Aufgrund der massiven Nebenwirkungen sank die Lebensqualität auf Null. Und nach einem kurzen Hoch (Heilung?) kam dann oft ein umso größeres Tief … Doch nicht alle sind gestorben. Der eine oder andere lebt heute noch. Warum hilft die Chemotherapie dem einen und dem anderen nicht?

Klaus Pertl:
Weil es doch auch einigen Menschen, die eine Chemotherapie gemacht haben, klar war, daß die Symptomzerstörung alleine nicht ausreicht, und sie daher ihre Krebserkrankung auch zum Anlaß nahmen, Dinge in ihrem Leben neu zu bewerten und Veränderungen vorzunehmen. In Deutschland interessieren sich mehr als 60 % der Krebserkrankten für komplementäre Therapien und Vorgehensweisen.

Eine weitere Erklärung ist der Placeboeffekt. Da es jedoch weltweit keine Studien gibt, in denen der Placeboeffekt einer Chemotherapie nachgewiesen wurde, wissen wir auch nicht, wie viele Menschen, die eine Chemo machen, nicht wegen der Chemo, sondern aufgrund des Placeboeffektes positive Resultate kreiert haben. Generell gilt, daß bei Tabletten der Placeboeffekt bei ca. 30 % liegt, und wenn es sich um Injektionen/Infusionen handelt, dieser Effekt auch bei 60 % liegen kann.

Im 3E-Zentrum gehen Sie alternative Wege. Wie muß man sich als Krebspatient einen Aufenthalt vorstellen? Und wofür steht der Begriff 3E?

Klaus Pertl:
Wir vermitteln das, was Menschen mit Krebs getan haben, die einen alternativen Heilungsweg gegangen sind und ihren Krebs erfolgreich überwunden haben. Menschen, die sich oftmals in sehr belastenden und aussichtslosen Situationen befanden und in den meisten Fällen Metastasen hatten. Diese Menschen hatten immer drei Dinge getan: ca. 60 % hatten ihre Ernährung verändert und bewußter ihre Körper entgiftet. Und 100 % hatten ihr Leben verändert (den Sprung von Leben1 zu Leben2 gemacht).

Aufgrund dieser Fakten und diesen Wissen entstand das 3E-Zentrum. Das erste E steht für „Ernährung“. Hier lehren wir die originale und strikte Öl-Eiweiß-Kost für Menschen mit Krebs nach Dr. Johanna Budwig. Wir sind weltweit das einzige Zentrum, das dieses Wissen vermittelt.

Das zweite E steht für „Entgiftung“. Hier setzen wir auf einfach umsetzbare Maßnahmen, die den Fokus auf Darmreinigung, Stärkung der Leber und den Säure-Basen-Haushalt haben.

Und das dritte E steht für „Energie-Arbeit“. Hier geht es unter anderem um die für uns so elementare Ursachenarbeit, um ein neues Lebensdesign (den Sprung von Leben1 zu Leben2) sowie einen Lebensstil zu leben, in dem Streß drastisch reduziert wird. Dieses dritte E, also die Energiearbeit, macht unser Programm sicherlich weltweit so einzigartig. Wir nehmen uns vier Wochen mit unseren Gästen sehr viel Zeit, den Lebensstil zu stoppen, der zu Krebs geführt hat und den Lebensstil zu fördern, welcher den Körper wieder in die Lage bringt, Krebs natürlich zu regulieren. Die Menschen sind in kleinen Gruppen (ca. 8-10 Personen pro Gruppe) für vier Wochen bei uns. So beginnt die nächste Gruppe am 02. Januar 2019 und dann vier Wochen später die nächste.

Begleitet werden unsere Gäste von einem Team, bestehend aus mehr als 20 Personen. Es handelt sich also um eine sehr intensive, sehr persönliche, enorm positive und menschliche Begleitung. Jede dieser vier Wochen hat ihren ganz eigenen Fokus. In der Woche 1 geht es um das Thema „Körper und Entspannung“ (viel Zeit im Parasympathikus verbringen). In Woche 2 um das Thema „Was muß stoppen“. Die Woche 3 richtet ihren Fokus auf das Thema „Selbstliebe“, und in Woche 4 geht es darum, was in das Leben kommen soll.

Es gibt einen klaren Tagesablauf und eine Vielzahl von Workshops und individuellen Gesprächen. Bei allem geht es um eine ganzheitliche, natürliche, sanfte und gleichzeitig seit mehr als einem Jahrzehnt bewährte Vorgehensweise. Am Ende der vier Wochen gehen unsere Gäste mit neuer Klarheit, mehr Vertrauen und neuen wichtigen Fähigkeiten nach Hause.

In Ihrem Haus gibt es keine Patienten, sondern „Gäste“. Offiziell betreiben Sie keine Klinik, sondern ein Seminarhaus. Während viele Ihrer Gäste das 3E-Zentrum von Herzen loben, sind in der Presse auch häufig sehr kritische Nachrichten zu lesen. Warum ist das so?

Klaus Pertl:
Die Kritik kommt immer nur von den Menschen, die nicht möchten, daß das, was wir sagen und tun, stimmt oder wahr sein kann. Was natürlich sehr merkwürdig ist, denn jeder wissenschaftlich denkende Mensch und Berichterstatter sollte doch ein sehr großes Interesse daran haben, zu erfahren, warum wir mit unserem Programm so viele Erfolge haben.

Menschen, die an unserem Programm teilgenommen haben und wieder gesund geworden sind, werden genau von diesen Menschen immer noch als „Geheilte dritter Klasse“ betrachtet und behandelt. Obwohl sie erfolgreich mit einer alternativen Therapie gesund geworden sind, will man nichts von ihnen wissen und auch nicht über sie berichten, so als ob man einfach die für einige scheinbar sehr unbequemen Wahrheiten unter den Teppich kehren möchte.
Die Frage, die sich hier jeder selbst stellen und beantworten sollte, ist natürlich, warum will man genau diese Wahrheiten unter den Teppich kehren? Wer hat daran so ein großes Interesse? Wer profitiert hiervon am meisten? Wer will nicht hören, daß es auch Erfolge mit alternativen Therapien gibt? Und warum? Wer hat hier etwas zu verlieren?

Es sind sicherlich nicht die Menschen, die Krebs haben. Generell kann ich sagen, daß die vielen Menschen, die sich selbst für eine alternative Therapie entschieden haben, sehr intelligente, sehr kritische und auch sehr informierte Menschen sind. Menschen, die gute Fragen stellen und die sich nicht von Druck oder Angstmacherei zu einer Entscheidung drängen lassen. Es sind Personen, die selbst tief reflektieren und sich deshalb auch sehr viele gute Informationen einholen. An unserem Programm nehmen übrigens immer wieder auch Ärzte teil.

Apropos Ärzte! Laut „Ärzteblatt“ erkranken jedes Jahr ca. eine halbe Millionen Menschen hierzulande an Krebs. Was müßten wir als Bevölkerung präventiv tun, um „krebsfrei“ durchs Leben zu gehen?

Klaus Pertl:
Ich selbst glaube nicht an das Konzept der Prävention für die große Masse der Menschen. Es ist immer noch ein Konzept für eine kleine Minderheit. Die große Masse wartet immer noch so lange, bis es richtig „weh“ tut oder einfach nicht mehr länger ignoriert oder schöngeredet werden kann. Es ist halt leider so: erst wenn der Schmerz, die Belastungen für den Körper, Geist und Seele nicht mehr auszuhalten sind und das Körpersystem zusammenbricht, ist die Bereitschaft für Veränderung da.

Das Thema Prävention funktioniert nicht nur nicht beim Thema Krebs, sondern auch nicht bei Herzerkrankungen, Schlaganfall, Diabetes oder Arthritis. Natürlich sagt die Logik, der sicherste Weg Krebs zu heilen ist der, ihn erst gar nicht zu bekommen. Doch wie viele Menschen kennen Sie, die wirklich so denken und sich entsprechend dieser Logik auch so verhalten? Es sind nur sehr wenige. Und für diese Wenigen sehen unsere vier wichtigsten Empfehlungen wie folgt aus:

1) Eine Ernährung zu wählen, mit der sie vor allem Lebensmitteln zu sich nehmen, die auch noch echte „Energie“ in sich haben. Also wenig verarbeitete Lebensmittel essen und natürlich in Bioqualität.

2) Ausreichende Erholung und Regeneration haben. Nur wenn wir in der Entspannung sind, kann sich der Körper natürlich reparieren und wieder Energie aufbauen.

3) Eine hohe Lebensfreude haben. Was für die meisten bedeutet, mehr von den Dingen in ihrem Berufs- und Privatleben zu tun, die sie faszinieren und Freude bereiten bzw. zu den eigenen Stärken und Werten passen.

4) Bei allem, was man tut, so wenig Adrenalin wie möglich zu verbrauchen.

All das klingt vielleicht ein wenig zu einfach, ist aber nicht immer so leicht auch beständig über einen langen Zeitraum hinweg umzusetzen. Es sind aber alles Dinge, die wir uns aneignen und in denen wir auch immer besser werden können.

Unser Körper ist ein fantastisches System. Mit der richtigen Unterstützung ist unser Körper in der Tat in der Lage, selbst die erstaunlichsten Dinge hinzubekommen. Deshalb lohnt es sich auch, auf unseren Körper, Geist und Seele zuerst zu setzen und erst dann im zweiten Schritt auf Gifte, Strahlen und das Messer.


Lieber Herr Pertl, herzlichen Dank für dieses offene und außergewöhnliche Gespräch.

Das Interview führte Michael Hoppe