Cradle to Cradle – Eine Welt ohne Müll! Interview mit dem Öko-Visionär Prof. Michael Braungart

Michael Braungart ist Gründer und wissenschaftlicher Geschäftsführer der EPEA – Internationale Umweltforschung GmbH in Hamburg. Zudem leitet der gebürtige Schwabe das Hamburger Umweltinstitut HUI. Gemeinsam mit dem amerikanischen Architekten und Designer William McDonough hat er das „Cradle to Cradle®-Design-Konzept“ entwickelt. Der Plan: Alle Produkte noch einmal neu erfinden. Die Vision: Intelligente Stoffkreisläufe nach dem Vorbild der Natur. Und als Folge: Eine Welt ohne Müll!

Für all jene, die noch nie von Cradle to Cradle gehört haben: Der Begriff bedeutet übersetzt „von der Wiege zur Wiege“, was dem alten Wirtschaftsmodell „von der Wiege zum Grab“ entgegensteht. Denn heute wird ja oft für die Müllhalde produziert, anstatt in Kreisläufen zu denken. Bei Cradle to Cradle wird bereits beim Design eines Produktes darauf geachtet, daß nur naturverträgliche und wiederverwertbare Bestandteile eingesetzt werden. So gehen Ressourcen nicht verloren, sondern zirkulieren in einem nachhaltigen Wirtschaftssystem.

Lieber Herr Professor Braungart, Anfang 2012 haben wir ja schon einmal ein Interview geführt. Auslöser war damals u.a. der Film „Nie mehr Müll – Leben ohne Abfall“ , in welchem Ihr Cradle to Cradle-Konzept vorgestellt wurde. Dieser Film ist nun zehn Jahre alt, und es hat sich seitdem viel getan. Wenn Sie zurückblicken: Was waren die wichtigsten Entwicklungen der letzten zehn Jahre?

Prof. Michael Braungart: Zum einen hat sich in dieser Zeit ein Cradle to Cradle-Verein gegründet mit inzwischen über 1000 Fachleuten, die sich aktiv einbringen. Man kann sich also an jedem Ort der Welt an dieser Entwicklung beteiligen. Dann gibt es eine Zertifizierung für Cradle to Cradle-Produkte. Wer ein neues Produkt entwickelt, kann dieses präsentieren und entsprechend zertifizieren lassen, unabhängig von mir – das Ganze ist gemeinnützig.
Zudem wird Cradle to Cradle inzwischen an allen wichtigen Design-Universitäten der Welt gelehrt. Es entsteht also jetzt eine ganze Generation von Cradle to Cradle-Designerinnen und Designern, die das Prinzip direkt in die Produktion umsetzen können.

Das klingt verheißungsvoll! So ist aus Ihrer Vision inzwischen eine weltweite Bewegung geworden?

Prof. Michael Braungart: (lacht) Ja, es geht ein freundlicher Cradle to Cradle-Tsunami über das Land. So gibt es inzwischen über 11.000 Cradle to Cradle-Produkte. Und es gibt Modellgemeinden und -regionen, die das Prinzip bereits setzen. In Baden-Württemberg ist das z. B. die Gemeinde Straubenhardt bei Pforzheim. In Donaueschingen gibt es ein Kinder- und Jugendmuseum, wo Kinder lernen können, was Cradle to Cradle ist und wie es funktioniert. Das sind nur einige Punkte von vielen. Es hat sich also sehr viel getan.

In unserem früheren Interview hatten Sie ja angedeutet, daß es Länder gibt, die Cradle to Cradle aufgeschlossener gegenüberstehen als etwa unsere Bundesregierung. Wo wird das Prinzip denn am nachhaltigsten umgesetzt?

Prof. Michael Braungart: Es war ja durchaus meine Absicht, Cradle to Cradle zuerst einmal in anderen Ländern populärer zu machen. In Dänemark, in Schweden, in Belgien, in Frankreich, in der Schweiz oder in Österreich wird Cradle to Cradle aktiv praktiziert. Auch in China und den USA.

Wenn eine Innovation aus dem eigenen Land kommt, wird sie oft nicht ernstgenommen. Sie muß sich zuerst einmal in den USA durchsetzen, bis man ihr Aufmerksamkeit schenkt. Das ist wie bei den Schauspielern: Wenn Sie in den USA berühmt sein wollen, müssen Sie Amerikaner sein. Wenn Sie in Deutschland berühmt sein wollen, sollten Sie im Idealfall auch Amerikaner sein. (lacht)

In Zeiten von Flüchtlingskrisen und Klimawandel wird ja viel über persönlichen Verzicht und Enthaltsamkeit diskutiert. Zumal die Ressourcen begrenzt sind und die Weltbevölkerung jeden Tag um ca. 200.000 Neu-Erdenbürger anwächst. Bei Cradle to Cradle steht nicht der Mangel, sondern die Fülle im Mittelpunkt. Es ist sogar von einer neuen industriellen Revolution die Rede, die mit Cradle to Cradle möglich wäre. Und die EU könnte jährlich 600 Milliarden Euro einsparen, wenn sie das Prinzip umsetzen würde. Warum Fülle statt Enthaltsamkeit?

Prof. Michael Braungart: In der Natur herrscht eine grenzenlose Großzügigkeit. Der einzige Mangel sind wir. (lacht) Unser Planet hat 20.000 mal mehr Energieeinstrahlung, als jemals gebraucht werden würde. Wir haben nur noch nicht gelernt, diese Potentiale zu nutzen. Um das zu verdeutlichen: Die Fläche Europas ist durch die Vegetation etwa dreimal größer als die reine Landfläche. Dadurch gibt es viel mehr Austauschmöglichkeiten mit der Atmosphäre. Moos hat z.B. eine 60 mal größere Oberfläche als der nackte Boden. Wir selbst sind die Grenze des Planeten – unsere eigene Dummheit! Sonst nichts!

Albert Einstein sagte einmal, daß er nur zwei Dinge kenne, die wirklich unendlich sind: Das eine ist das Weltall, das andere ist die menschliche Dummheit. Und beim Weltall sei er sich nicht zu 100 % sicher, daß es wirklich unendlich ist … (lacht)

… Bei der menschlichen Dummheit schon?

Prof. Michael Braungart: Unsere Betrachtung der Welt ist noch immer sehr eindimensional. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Da möchte eine Stadt wie Ludwigsburg oder Heilbronn „klimaneutral“ werden. Was für ein Unsinn! Klimaneutral bin ich nur, wenn ich nicht existiere. Auch ein Baum ist nicht klimaneutral. Ein Baum ist doch gut für das Klima. Und auch der Mensch hat eine nützliche Funktion, wenn er das endlich erkennt und lebt.

Daß wir das oft anders sehen, hat viel mit der Religion zu tun: Im Judentum, im Christentum und auch im Islam wird gelehrt, der Mensch sei böse und nur Gott könne ihn erlösen. Das heißt: Ich kann nicht gut sein, sondern ich kann nur weniger schlecht sein, wenn ich mich tagtäglich darum bemühe. Das ist kein sehr optimistisches Menschenbild …

Das erinnert mich an das Buch des Holländers Cees Buismann „Der Mensch ist keine Plage“. Er schreibt darin, daß auch 10 Milliarden Menschen gut auf dem Planeten Erde leben könnten, sobald die westliche Welt sich nicht mehr nur auf ihre eigene Gesundheit, ihren Wohlstand und ihr Glück konzentriert, sondern ernsthaft anfängt, ein höheres Bewußtsein zu entwickeln.

Prof. Michael Braungart: Ja, wir müssen vom Schädling zum Nützling werden. Und wir dürfen nicht das Falsche perfektionieren, sondern müssen neue Wege gehen. Die Diskussion um Gut und Böse ist ja eine tief philosophische Diskussion. Hat das Böse eine eigene Qualität? Oder mangelt es nur an Bewußtsein? Denn Dunkelheit ist ja im Grunde nur die Abwesenheit von Licht, und Kälte die Abwesenheit von Wärme. Ein Produkt, das auf dem Müll landet, ist nicht per se schlecht, es hat nur ein Qualitätsproblem.

Durch die Digitalisierung ist es inzwischen möglich, Produkte sehr schnell zu kopieren. Wir brauchen daher ganz andere und vor allem nachhaltigere Geschäftsmodelle. Anstatt Produkte zu verkaufen, sollten wir Dienstleistungen anbieten.

Ein Beispiel aus Ihrer Region: Der Weltmarktführer für Ventilatoren ist die EBM-Papst in Mulfingen. Niemand braucht Ventilatoren! Was wir brauchen, ist frische Luft! Würde EBM-Papst „zehn Jahre frische Luft“ anbieten, würde es sich lohnen, Ventilatoren zu produzieren, die zehn Jahren lang qualitativ hochwertig und wartungsfrei funktionieren. „Verkauft“ man jedoch Ventilatoren, werden diese in China sehr schnell kopiert und günstiger auf den Markt gebracht. Da steht man dann im Preiskampf mit Firmen, die eine kürzere Haltbarkeit und eine niedrigere Qualität bieten – und muß zwangsläufig selbst Materialien einsetzen, die das Produkt günstiger machen. Darunter leidet die Qualität der Produkte, und Ressourcen werden verschwendet.

Sollte EBM-Papst also sein Geschäftsmodell nicht ändern, wird es in zwanzig Jahren vielleicht nicht mehr existieren. Genau so erging es unserer Solarindustrie: da es kein entsprechendes Geschäftsmodell gab, ist sie fast komplett verschwunden. Dasselbe droht auch der deutschen Auto- und Zulieferindustrie, wenn hier kein Umdenken stattfindet.

Deutschland galt ja lange als Vorreiter in Sachen Ökologie. In unserem letzten Interview erzählten Sie jedoch, daß Sie Deutschland als eher abschreckendes Beispiel sehen. Es wird viel über Ökologie geredet, doch mit dem Umsetzen hapert es. Hat sich daran in den letzten sieben Jahren etwas geändert?

Prof. Michael Braungart: Nicht wirklich! Meist wird durch wissenschaftliche Forschung das Handeln ersetzt. Ein paar Beispiele: Ich habe bereits 1984 nachgewiesen, daß PVC-Weichmacher unfruchtbar machen, daß sie das Immunsystem zerstören und die Schilddrüse schädigen. Das hat nur dazu geführt, daß viele meiner Kollegen Forschungsgelder beantragt haben, um nachzuweisen, ob auch das Meerschweinchen unfruchtbar wird oder die Zwitterbildung von Schnecken auf PVC-Weichmacher zurückgeht. Anstatt zu handeln, hat man jahrzehntelang weitergeforscht. Und erst kürzlich, vor etwa zwei Jahren, wurden diese Weichmacher verboten.

1992 habe ich im Bundesrat einen Antrag eingebracht, das Passivrauchen in Autos einzuschränken. Betroffen sind vor allem Kinder, und die Dosis ist so viel höher als in größeren Räumen. Dafür bin ich ausgelacht worden. Und obwohl die Gesundheitsschädigung längst bekannt ist, ist das erst jetzt, im Jahr 2019, durch den Bundesrat gegangen.
Forschungen an den Universitäten werden meist für Problemfindung bezahlt, nicht für Lösungen. Und solange geforscht wird, muß ja niemand etwas tun. Dafür gibt es zahllose andere Beispiele.

Das steht in krassem Gegensatz zu dem Bild, das unsere Politiker gerne nach Außen projizieren …

Prof. Michael Braungart: Vieles ist bloßer Schein. Ein Beispiel: Deutschland ist weltweit berüchtigt für den Bau von Müllverbrennungsanlagen. Dabei gehen aber alle Dinge, die in Kreisläufe zurückgeführt werden müßten, verloren. Wenn ich nach Mumbay, Delhi oder Shanghai komme, sehe ich überall deutsche Müllverbrennungsanlagen. Dort werden teilweise Stoffe verbrannt, die gar nicht brennen – was unglaublich viel Energie kostet: denn man muß täglich bis zu 80 Tonnen Heizöl dazugeben. So etwas nennen wir Umweltschutztechnik.

So hat die Bundesregierung eine Müllverbrennungsanlage in Shanghai finanziert, die erst vor Kurzem fertiggestellt wurde, und diese als „deutsche Entwicklungshilfe“ ausgewiesen. Dabei ist Shanghai eine der reichsten Städte der Welt. Und Ressourcenvernichtung ist kein ökologisches Handeln.

Lösungen sehen anders aus: Ich habe gerade für LIDL eine neue T-Shirt-Kollektion entworfen, für deren Herstellung man in Bangladesch keine Kläranlagen mehr benötigt. Auch C&A übernimmt nun diese Kollektion. Ökologisches Handeln ist möglich: Man muß die Zutaten so zusammenstellen, daß sie für Kreisläufe geeignet sind und keine Schadstoffe mehr anfallen – und natürlich dafür sorgen, daß auch die Menschen, die diese Produkte herstellen, gerecht entlohnt werden.

Ich habe gelesen, daß der deutsche Müll, den wir regelmäßig nach Asien liefern, kürzlich erstmals wieder zu uns zurückgeschickt wurde, da man ihn nicht mehr haben will. Ist also Besserung in Sicht?

Prof. Michael Braungart: Das ist noch ein weiteres Thema. Ich muß sagen, für mich ist Donald Trump beim „Grünen Punkt“ der ehrlichere Lügner. Eine Verpackung darf aufgrund der Basler Konvention nur dann exportiert werden, wenn sie ein Wirtschaftsgut ist. Bei uns gilt eine Verpackung, die bei einem Recyclingzentrum angekommen ist, bereits als recycelt. Was für eine Lüge!

Ich habe dieses angeblich recycelte Zeug überall gefunden: in Vietnam, in Kambodscha und Indonesien. Dort liegt es herum auf riesigen Müllhalden und wird durch Überschwemmungen ins Meer gespielt – und verursacht ganz wesentlich mit das Plastikproblem.

Bis vor drei Jahren war es hierzulande noch völlig legal, Plastikmüll in alte Bergwerke zu kippen und dies als „stoffliche Verwertung“ auszugeben. Die Verpackungsmenge hat sich verdreifacht. Und die ganzen giftigen Stoffe wie PVC, Weichmacher und die giftigen Pigmente sind nach wie vor in Verwendung. Es ist also im Grunde gar nichts passiert.
Ein Positives jedoch hat die deutsche Mülltrennung: Viele Paare haben damit wieder zueinandergefunden (lacht) …

Wie in dem Lied des leider viel zu früh verstorbenen Roger Cicero, der einst sang: „Zieh die Schuhe aus, bring den Müll raus, komm nicht zu spät nach Haus?“

Prof. Michael Braungart: (lacht) Das trifft den Kern der Sache! Denn selbst wenn Sie als Mann in Hamburg den Hausmüll aus dem fünften Stock nach unten tragen, werden Sie deshalb von Ihrer Frau nicht wirklich geschätzt. Dann sind sie der Pantoffelheld. Tun sie es nicht, sind sie der „Chauvi“. Also eine im Grunde unlösbare Aufgabe!
Bei der Mülltrennung kann man das aufteilen: Der eine nimmt den Kompost, der andere zum Beispiel das Plastik oder die Dosen. Und schon herrscht wieder Harmonie in der Beziehung.

Die „Grüne-Punkt-Paartherapie“ also! Zumindest bei denen, die den Müll wirklich trennen. Denn trotz Öko-Bewegung und internationalen Klimagipfeln ist die Wegwerfgesellschaft noch immer Trumpf. Großunternehmen wie AMAZON nehmen defekte Geräte oft gar nicht mehr zurück, sondern lassen den Kunden diesen „Müll entsorgen“ und schicken einfach ein neues Gerät. Wie könnte man Großunternehmen dazu bringen, ihr Verhalten zu ändern?

Prof. Michael Braungart: AMAZON hat eine gesetzlich geregelte Rücknahmepflicht. Darauf sollte man auch bestehen – das darf nicht in den Hausmüll. Doch regen wir uns über die falschen Dinge auf. Letztlich liegt das Hausmüllaufkommen in Europa bei weniger als 5 % der Gesamtmüllmenge. Alleine unsere Hamburger Kupferhütte verursacht mehr Müll als alle Haushalte in Europa zusammen. Durch eine einzige Fabrik! Für jede Tonne Kupfer entstehen über 2.000 Tonnen gefährlichen Giftmülls. Die Kupfer-Recyclingrate war noch nie so gering.
Ein Mercedes enthält 46 verschiedene Stahllegierungen. Wissen Sie, was wir nachher daraus machen? Baustahl! Und wir nennen das Recycling! Damit ist alles Seltene weg: Chrom, Nickel, Kobalt, Mangan, Wolfram, etc. Wir brauchen ein Cradle to Cradle-Auto. Darum werde ich Kürze bei einem Autogipfel aufzeigen, wie so ein Auto aussieht. Die seltenen Metalle müssen zurückgewonnen und das Auto völlig anders konstruiert werden.

In einem Mobiltelefon sind 41 seltene Elemente drin, und nur neun Elemente werden zurückgewonnen. Was aber noch viel schlimmer ist als diese Ressourcenverschwendung, ist unsere naturfeindliche Landwirtschaft: Wir haben in den letzten Jahren 50 % unseres weltweiten Humus verloren. Und der ist ein wichtiger Kohlenstoffträger. Das kommt noch vor der Industrie, den Flugzeugen, dem Straßenverkehr etc. Das Internet braucht inzwischen dreimal mehr Energie als der gesamte weltweite Flugverkehr. Damit sollte sich die Friday-for-Future-Bewegung vorrangig beschäftigen.

Bei unserem letzten Interview sagten Sie, daß wir uns zukünftig vor allem zwei Fragen stellen müssen: Wie kann der Mensch sich in das Leben auf der Erde wirklich integrieren? Und wie kann der Mensch nicht nur wenig Schaden anrichten, sondern wie kann er nützlich sein? Glauben Sie, daß die Zeit nun gekommen ist, in der sich immer mehr Menschen diese Fragen stellen?

Prof. Michael Braungart: Das Mobiltelefon hat 65 Jahre gebraucht, bis es sich durchgesetzt hat. Das Internet hat 55 Jahre gebraucht für seine Umsetzung. Cradle to Cradle ist jetzt knapp 20 Jahre alt, und es gibt schon 11.000 Produkte. Wenn man diese Geschwindigkeit beibehält, wird bis 2050 alles Cradle to Cradle sein. Das wird inzwischen von allen gesellschaftliche Gruppen begriffen. Wenn ich bereits bei der Produktentscheidung und der Produktgestaltung auf die wichtigen Voraussetzungen achte, dann zirkulieren alle Ressourcen in einem natürlichen Kreislauf.

Ich würde jetzt ein zwanzigjähriges Forschungsverbot erlassen, (lacht) damit endlich gehandelt wird! Für mich ist die Forschung im Moment der größte Hinderungsgrund, warum so wenig passiert. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es in absehbarer Zukunft viele deutsche Industrien nicht mehr geben. Wir werden ein schönes Museum sein – so wie Rothenburg ob der Tauber (lacht). Doch damit lassen sich nicht 80 Millionen Menschen mit dem heutigen Lebensstandard ernähren.

Lieber Herr Professor Braungart, vielen Dank für das offene und hochinteressante Gespräch.

Autor: Michael Hoppe

Weitere Informationen:
www.braungart.com
www.c2c-ev.de